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Horror, Wahnsinn oder Gute Idee: "der Wiener Hundeführschein"
Wir haben in Wien ja seit 1.Juli die Verpflichtung für gewisse Rassen einen HundeFÜHRschein zu machen (viele schreiben es sein Führerschein aber es heißt nur Hundeführschein - also ohne er).
Das ist der größte Schwachsinn den sich da Frau Ulli Sima ausdenken konnte. Ich begrüße sehr wohl dass für die Rassen mit großer Beißkraft es strengere Gesetze gibt.
Leider sieht man in Wien in manchen Bezirken wirklich nur noch "Kampfhunde" (ich weiß dass jede Rasse dazu gemacht werden kann, aber ich hoffe du verstehst dass ich nun in der Umgangssprache bleibe und damit Rassen wie Staffs, Dobermann, Rottweiler usw. meine).
Vor allem die Staffs sind Modehunde bei sehr jungen und unerfahrenen Hundehaltern mit vor allem serbischen Migrationshintergrund oder auch Österreicher aus tristen sozialen Verhältnissen. Diese jungen Menschen die oft nicht mal ein Meerschweinchen zuvor gehalten haben, erziehen die Hunde dahingehend dass sie Jagd auf andere Hunde machen oder sie erziehen sie gar nicht. Deshalb landen sie armen Kreaturen oft nach kurzer Zeit in Tierheimen. Die jungen Leute werden ihnen selbst nicht mehr Herr oder bekommen sehr jung Kids und da steht der Hund im Wege.
Es gibt Parks in Wien in denen Dutzende kleine tote Hunde gefunden wurden, alles Opfer von "Kampfhunden" die im Training die Hunde zerfleischt haben. Bereits Tierärzte raten keine Hunde mehr vor Geschäften anzubinden. Wenn sie gestohlen werden, so selten aus dem Grund dass sie verkauft werden sondern vielmehr weil sie als Beute für die "Kampfhunde" herhalten müßen.
Ich führe mit allen Menschen die ihre Hunde vor Geschäften anbinden ein klärendes Gespräch. Die Meisten glauben ihr Hund wäre für einen Diebstahl zu alt. Was für ein Irrtum! Ich lasse Gizmo und Chappy nicht fünf Minuten unbeaufsichtigt im Auto weil ich sogar Angst habe dass sie daraus verschwinden oder mein neues Auto mit den Hunden gestohlen wird.
Das Wiener Hundegesetz schreibt vor dass gewisse Rassen drei Monate nachdem sie in den Haushalt kamen, mit dem Halter den Hundeführschein zu absolvieren haben. Erst dann dürfen sie ohne Leine oder Maulkorb geführt werden.
Kontrolliert wird so gut wie gar nicht. Die meisten "Kampfhundehalter" haben ihre Tiere erst gar nicht gemeldet.
Ich glaube nicht dass ein 5 Monate alter Hund bereits scharf gemacht wurde. Interessant auch dass ja nur Beißunfälle bei Menschen gezählt werden, nie die Attacken auf andere Hunde - das aber ist die Realität dass die Hunde für Hundekämpfe gehalten werden oder zumindest in Parks und auf der Straße für Angst und Schrecken bei anderen Hundehaltern sorgen sollen.
Deshalb schlage ich seit Jahren vor:
1) theoretische Prüfung des Halters BEVOR der Hund zugelegt wird. So kann man versuchen die Halter bereits aufmerksam zu machen worauf sie bei der Erziehung zu achten haben und vielleicht auch eine Umdenkphase einleiten.
2) praktische Prüfung mit dem Hund nach Monaten und dann ähnlich wie bei einem Autopickerl eine jährliche praktische Wiederholung. Nur so kann man vermeiden dass die Psychopathen zuerst die Prüfung machen und dann den Hund scharf machen.
Ich würde sehr wohl begrüßen wenn der Hundeführschein für alle Rassen kommt. Es ist gut für Hunde wenn Halter besser Bescheid wissen. Wenn schon Ausnahmen, dann nicht auf Rassen sondern höchstens auf Kilos (etwa wie wir schon oft gesprochen haben auf bis zu 6-8 kg reduziert. Die Kleinhunde können wenig Schaden anrichten außer eine Wunde infiziert sich wirklich).
Die Situation wird in Wien für Hunde immer schlimmer. Daran haben diese uneinsichtigen Menschen mit ihren "Kampfhunden" sehr viel Schuld. Wenn die Waffe Hund aber entwaffnet wird, dann wird diese Waffe für die Komplexler nicht mehr interessant sein.
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