Hallo Corry,
da krieg ich aber schon einen dicken Hals. Die mail von Frau Schneider ist am 3.3. hier eingegangen. Heute ist der 8.3.2011.
Ich habe aber an diesem Tag einen Termin mit Brownie in der Tierklinik gehabt - die nicht gerade um die Ecke ist -und auch noch andere Termine. Am Samstag und Sonntag hatte ich Besuche von Interessenten. Und zwei Abgaben, wo ich die Hunde selbst hin gefahren habe.
Was meint denn Frau Schneider, dass ich hier ganz verzweifelt sitze, damit ich endlich den Gnadenhof los werde, der übrigens 300.000 Euro wert ist.
Ich habe einige mails wegen einer eventuellen Übernahme erhalten und bin auch in Kontakt.
Aber ich habe in meiner damaligen mail geschrieben, dass ich mir das für Ende des JAHRES vorstellen könnte, wenn sich mein Gesundheitszustand nicht bessert.
Da ich jetzt wirklich tolle Hilfe von einigen Vereinen erhalten habe, die mir persönlich und auch den Tieren was bringt, ist es ziemlich leer hier - für meine Begriffe.
Morgen gehen noch vier jüngere Hunde ins Tierschutzligadorf zu Annett Stange.
Dann ist aber erst Mal Schluss mit Abgaben an andere Vereine. Eventuell gehen noch zwei oder drei Katzen nach Frankenthal zu Simone Jurijiw.
Ich habe wirklich gute Kontakte zu drei Vereinen bekommen, die mir wirklich gute Hilfe angeboten haben.
Dafür möchte ich mich auf diesem Weg auch bedanken:
Frankenthaler Tierschutzverein Simone Jurijiw
Tierschutzverein Rüsselsheim Frau Kemmler
Tierschutzligadorf Annett Stange
und dem Ettlinger TSV Frau Hinze.
Da es mir fast das Herz bricht, wenn ich Tiere, für die ich die Verantwortung übernommen habe, abgebe und ich richtig Herzschmerzen deswegen habe, kann sich jeder vorstellen, der etwas aufgebaut hat, dass man das nicht leichtfertig ab- und aufgibt. Auch haben unsere Mitglieder noch ein Recht auf Information und diese Versammlung wird erst im April - nach meinen OPs - stattfinden.
Da die Arbeit hier aber schon um ein vielfaches leichter geworden ist und wird, werde ich auf diesem Level weiter machen.
Ich gehöre ja noch nicht zum alten Eisen und bin nur ausgepowert nach 15 Jahren ohne Pause und freien Tag.
Das wird sich aber jetzt auch ändern, denn einige Mitglieder und auch andere Helfer haben sich gemeldet und werden jetzt mal aktiv hier mithelfen und auch Vertretung machen - was jetzt dann viel einfacher ist, wenn nicht so ein großes Hunderudel hier ist und nur alte Hunde hier leben - so dass ich demnächst auch ein paar Tage frei haben werde.
Ohne Tiere und ohne den Tierschutz kann und will ich nicht leben und mir haben auch viele nette Menschen geschrieben, dass ich nicht aufhören soll. Dafür möchte ich mich noch herzlich bedanken, falls ich es noch nicht persönlich gemacht habe, denn ich schaffe es nicht alle mails gleich zu beantworten. Ich mache dies nach und nach.
Es gab aber auch welche, die schon mit gepackten Koffern saßen und hier am liebsten eingezogen wären und den Hof sofort übernommen hätten. So ist es aber nicht geplant und nicht gedacht gewesen.
Und Menschen, die so ungeduldig sind, sind sowieso fehl am Platz, denn dies ist eine Lebensaufgabe und kein Zwischenspiel.
Es ist sehr viel Verantwortung einen Verein am Laufen zu halten, die Organisation zu machen und auch die Betreuung der Tiere mit allen Konsequenzen zu tragen. Viele denken auch, dass hier ein Gehalt gezahlt wird. Dem ist nicht so. Ich lebe von guten Freunden, die mich seit Jahren täglich bekochen, andere geben mir im Notfall Geld z.B. für Zahnersatz und Kleider gibt es aus dem Second Hand.
Ich denke, dass viele eine falsche Vorstellung haben. Die Mitgliedsbeiträge und Spenden reichen gerade mal für den Unterhalt der Tiere und die laufenden Kosten des Hofes. Da ist nie ein großer Spielraum. Bei OPs für Tiere müssen Spenden eingesammelt werden, da das Budget es nicht hergibt.
Ich denke, dass einige dabei waren, die haben nur gesehen oder gelesen, oh ein Hof wird frei, das ist toll und da gehen wir hin. Es ist ein Unternehmen, das man führt und es bedeutet Verzicht, Ausdauer und Stehvermögen und auch viel Verantwortung zu übernehmen.
Ich kopiere hier noch die Mail von Frau Schneider ein, die ich am 3.3. erhalten habe:
Sehr geehrte Frau von Kopp,
durch den Verteiler habe ich eine Mail über die Situation des Gnadenhofes erhalten. Die Frage, die sich mir stellte war, ob der Gnadenhof bzw. der Verein auch jemanden sucht, der den Gnadenhof weiterführt? Falls dies der Fall sein sollte, teilen Sie mir bitte mit ob man sich bewerben kann oder wie ich weiter verfahren soll. Ich bin zwar keine gelernte Tierpflegerin, arbeite seit 6 Jahren in einem Tierheim und besitze auch über den Sachkundenachweis nach § 11 TSchG.
Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Sabine Schneider
Corry, es wäre nett, wenn Du meine mail durch den Verteiler geben könntest, denn viele haben einiges nicht richtig verstanden. Ich hoffe, dass ich hiermit aufklären kann.
Ich bedanke mich aber hier nochmals bei allen, die Anteil genommen haben, die mir Ihre Hilfe angeboten haben und deren Hilfe ich in Anspruch genommen habe und werde.
Viele Grüße
Petra von Kopp
Gnadenhof Garscha
Tierschutzgruppe Rüppurr/Odenheim e.V.
www.gnadenhof-garscha.de -------Originalmeldung-------
Von: Corry Ladda
Datum: 03/08/11 09:14:55
An: 'Sabine Schneider'
Cc: Petra von Kopp
Betreff: AW: Gnadenhof Garscha
Hallo Frau Schneider,
das kann ich mir kaum vorstellen, dass Petra nicht geantwortet hat, gebe aber Ihre Mail an sie gerne weiter.
mit freundlichen Grüssen
Corry Ladda
www.tiere-in-not.de--------------------------------------------------------------------------------
sehr geehrte Frau Ladda,
durch Ihren Verteiler habe ich die Mail von Frau von Koop erhalten und mich daraufhin nach dem Gnadenhof erkundigt. Leider habe ich bis heute keine Antwort von Frau von Koop erhalten. Ebenso eine bekannte Tierschützerin, die ebenfalls versucht hat Kontakt aufzunehmen. Leider hat auch sie keine Antwort erhalten. Als Feedback für Sie, wollte ich Ihnen dies mitteilen. Es ist ja schön, daß so viele Hunde durch den Brief ein Zuhause gefunden haben, aber Tierfreunden Hoffnung auf einen Gnadenhof zu machen, finde ich nicht in Ordnung, oder man sagt eben ab, von mir aus auch mit einer fahdenscheinigen Begründung.
Mit freundlichen Grüßen
Sabine Schneider