Von: Tierhilfe K.O.S. [mailto:office@tierhilfe-kos.at]
Gesendet: Sonntag, 30. Oktober 2011 09:47
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Betreff: Ende der Tierhilfe K.O.S. auf Kos
Dokumentation über den Verlauf der Einreichung um Arbeitsbewilligungen für die deutschen und österreichischen Tierärzte der Tierhilfe K.O.S.
Griechenland, Kos
Am 4.11.2010 wurde für unsere leitende Tierärztin Frau Dr. Petra Richter ein Antrag auf permanente Arbeitsbewilligung in Griechenland beim Erziehungsministerium in Athen eingereicht. Am 27.5.2011 wurden für sechs Tierärzte und Frau Dr. Richter Anträge auf temporäre Arbeitsbewilligung bei Geotee in Thessaloniki gestellt.
In den ersten 6 Monaten hieß es, dass wir eine Einladung vom Bürgermeister von Kos brauchen, um die Arbeitsbewilligung von Geotee bzw. dem Erziehungsministerium zu bekommen. Der Bürgermeister wiederum meinte, er könne keine Einladung ausstellen, solange wir keine Arbeitsbewilligung hätten. Als der Sekretär des Bürgermeisters von Kos im August 2011 bei Geotee anrief, erhielt er die Auskunft, dass die temporären Arbeitsbewilligungen sehr bald fertig sein würden, dass aber ein neuer Präsident gewählt wurde und dieser noch nicht im Amt sei.
Nachdem ich acht Monate lang mehrmals täglich nach Griechenland telefonierte, bekamen wir vor ca. zwei Monaten die Einladung vom Bürgermeister von Kos und dachten nun auch die Arbeitsbewilligung bald zu bekommen. Immerhin hatten wir ja mindestens sechs Monate lang alle möglichen Dokumente nachreichen müssen. Dem war allerdings nicht so, denn bis heute haben wir keine Arbeitsbewilligung erhalten. Obwohl laut dem neuen griechischen Gesetz temporäre Arbeitsbewilligungen innerhalb von sieben Tagen bewilligt werden müssen, hält sich niemand daran.
Als der Sekretär des Bürgermeisters von Kos im Oktober 2011 wieder bei Geotee nachfragte, wann die temporären Arbeitsbewilligungen kommen würden, hieß es, dass sie gar nicht kommen werden, da sie nicht bewilligt werden. Frau Eleni Gerna, eine Tierschützerin in Griechenland, rief daraufhin den Präsidenten von Geotee an und dieser meinte, dass die temporären Arbeitsbewilligungen Ende November kommen würden.
Der derzeitige Stand ist, dass Frau Eleni Gerna inzwischen einen Teil von Frau Dr. Richters permanenter Arbeitsbewilligung vom Erziehungsministerium in Athen erhalten hat und mit diesen Dokumenten zu Geotee nach Thessaloniki fahren wird, um angeblich dort die ganze Arbeitsbewilligung zu erhalten. Allerdings fällt es uns schwer das zu glauben, nachdem man uns bisher so zum Narren gehalten hat.
Außerdem ist festzuhalten, dass wir auch nur in Räumlichkeiten arbeiten dürfen, die als Klinik zugelassen wurden. Wie man sich vorstellen kann, ist das für uns nicht gerade einfach, weil man hinterfragen muss nach welchen Kriterien die zuständige Behörde eine Klinik, die von uns beantragt wird, zulassen wird. Angeblich hatte es der Sekretär des Bürgermeisters geschafft eine ehemalige Ordination eines Tierarztes auf Kos für uns zu organisieren, wobei wir uns fragen, wie diese Räumlichkeiten als Klinik zugelassen wurden. Ich bin mir ziemlich sicher, wenn wir um eine Bewilligung dieser nicht gerade sterilen Räumlichkeiten angesucht hätten, wäre diese abgelehnt worden. Da wir allerdings nicht wissen ob und wann wir tatsächlich nach Kos fliegen können, kann es natürlich sein, dass sogar diese Klinik in der Zwischenzeit von jemand anderen gemietet werden wird und wir damit wieder keine offiziellen Räumlichkeiten für unsere Projekt haben.
Und nun das Beste: Zwei Tage bevor wir die Flüge nach Kos buchen wollten, hieß es plötzlich, dass wir nicht kommen können, weil die Gemeinde einen Tierarzt hat der für sie arbeitet, nämlich Yiannis Thalassinos. Thalassinos hat unsere Arbeit immer bekämpft und hat es nun geschafft, dass wir auf Kos aufhören müssen. Dieser angebliche Tierarzt hat noch nie etwas für die Straßentiere auf Kos getan. Er interessiert sich nur für Geld. Yiannis Thallasinos und der Verein ARK haben sich zusammengetan und wollen etwas für die Straßentiere tun. Allerdings ist kein Geld vorhanden und niemand außer uns hat Katzen kastriert. Wir wurden von den Griechen wieder einmal nur belogen und betrogen. Nichts wird für die armen Hunde und Katzen getan. Der Bürgermeister von Kos Kaiserlis hatte uns versprochen dass wir unsere Kastrationsprojekte fortsetzen können. Wieder eine Lüge und ein Betrug. Das können die Griechen am besten. Wir werden keinen Cent von dem Geld dass die Griechen von uns Europäern bekommen haben jamesl wiedersehen.
Hundert tausende Tiere werden weiterhin fürchterlich zu Grunde gehen, weil auf Kos niemand etwas für diese armen Tiere tut.
Zur Situation der Straßentiere auf Kos
Anfang des Jahres wurden wieder einmal hunderte Katzen und Hunde auf der Insel Kos von Griechen vergiftet. Darunter waren auch viele Katzen, die von uns bereits kastriert und medizinisch versorgt wurden.
Es gibt wahrscheinlich 100 000 bis 300 000 Straßenkatzen und tausende Straßenhunde auf Kos, die vergiftet, erschlagen, erhängt und erschossen werden. Wir habend dort in 6 Jahren über dreitausend Tiere auf unsere Kosten kastriert und medizinisch versorgt. Da wir nun aus rechtlichen Gründen seit 1 ½ Jahren auf eine Arbeitsbewilligung warten mussten, hat sich die Situation der Straßentiere auf Kos wieder dramatisch zugespitzt. Das Einzige was dem Verein von den meisten ehemaligen Politikern und Tierärzten bisher entgegengebracht wurde, waren Drohungen wie z.B. von den beiden einheimischen Tierärzten Popi Patakou und Yiannis Thalassinos. Sie wollten europäische Tierärzte sogar verhaften lassen! Die einheimischen Tierärzte in Griechenland boykottieren den Tierschutz, denn sie haben nichts für Straßentiere übrig. Sie sind nur daran interessiert, europäische Tierschutzvereine auszubeuten und unangebrachte Summen für die Kastration und Behandlung von Straßentieren zu verlangen. Außerdem haben wir grauenhafte Behandlungen miterlebt, die von schlecht geschulten Tierärzten Vorort erfolgten. Aufgrund der Unfähigkeit dieser Tierärzte mussten wir immer wieder Tiere nach Österreich bringen, um diese hier behandeln oder einschläfern zu lassen. Die Präsidentin der griechischen Tierärztekammer bestreitet das Streunerproblem und stellt sich vor die Tierärzte. Natürlich glauben die meisten Griechen, dass die Tiere durch Vergiften ja ohnehin ausgerottet werden. Die Tierärztekammer steckt auch hinter dem Boykott des soliden Tierschutzes wie ihn viele kultivierte europäische Tierschutzvereine in Griechenland betreiben.
Liebe Grüsse
Maria Winterleitner
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